Kath. Grundschule der Gemeinde Kirchhundem St. Christophorus Offene Ganztagsgrundschule
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FEX - Förderung exekutiver Funktionen

www.znl-fex.de

Schulgemeinschaft der KGS St. Christophorus wird zu (F)EXperten

 

Als erste Grundschule im Regierungsbezirk Arnsberg arbeitet das Kollegium der Grundschule im Rahmen des täglichen Unterrichts gezielt an der Förderung der exekutiven Funktionen, die für das Lernen von existentieller Bedeutung sind.
Um das bereits im September 2012 erworbene Wissen aus einer Fortbildungsmaßnahme des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Uni Ulm zu vertiefen und auf den aktuellen Stand neurowissenschaftlicher Erkenntnisse zu bringen, stand der 16.01.2017 unter dem Motto „Tag der exekutiven Funktionen“. Los ging es mit der ganztägigen internen Lehrerfortbildung, die sich von 8 – 16 Uhr mit dem Thema „Fex – Förderung exekutiven Funktionen und der Selbstregulation“ beschäftigte. Mit Manfred Beckmann vom Institut für Potenzialentfaltung für Kinder in Kirchhundem, das Schulen und Kindergärten zum Thema berät, arbeiteten das Kollegium und einige Betreuerinnen intensiv und interessiert: Jedes Kind braucht grundlegende Gelingensbedingungen, um das bereits seit seiner Geburt in ihm angelegte Potenzial zu entfalten und die so wichtige Selbstregulation aufbauen zu können. Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir lernen? Wie können Aufmerksamkeit, Konzentration, Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität und Impulskontrolle verbessert werden? Welche Bedeutung haben regelmäßige Achtsamkeitsübungen in Schule und Elternhaus für den Aufbau der Fähigkeit zur Selbstregulation?
Am Ende der Fortbildung waren sich alle Teilnehmerinnen einig: Die neu erworbenen Kenntnisse sollen ab sofort noch einmal verstärkt in die Gestaltung des Unterrichts in allen Fächern einfließen, um allen Schülerinnen und Schülern aktiv Hilfestellung bei der Nutzung des in ihnen angelegten Potenzials zu geben. Mit Elementen aus dem in den USA, Kanada und Großbritannien inzwischen sehr erfolgreich in Schulen und Kindergärten eingesetzten MindUP Konzepts sollen die sozial-emotionale Intelligenz und die Funktionsfähigkeit des Gehirns verbessert werden. Das Gesamtthema wurde als ein wichtiger Arbeits- und Entwicklungsschwerpunkt in das Schulprogramm aufgenommen.

Im Anschluss an die Lehrerfortbildung wurde ein Elternabend angeboten, der sich mit dem Thema „Die Talente unserer Kinder und wie es uns gelingen kann, sie zu entfalten“ beschäftige. Mehr als 20 Eltern waren der Einladung gefolgt und konnten einen interessanten Vortrag zum Thema „Förderung der exekutiven Funktionen und der Selbstregulation durch Achtsamkeitstraining“ verfolgen. Referent Manfred Beckmann hielt eine Menge interessanter Informationen zum Thema für die Eltern bereit und gab Anregungen, wie Kinder dabei unterstützt werden können, ihr Potenzial zu nutzen und zu selbstständigen Lernern zu werden. Vor allem die Erkenntnis, dass die exekutiven Funktionen für das erfolgreiche Lernen eine größere Bedeutung haben als der IQ war für Eltern interessant und änderte den Blick auf das Lernen. Wie wichtig auch Bewegung und ausdauernde sportliche Bewegung für das erfolgreiche Lernen sind, war ein weiteres wichtiges Thema des Abends.  

Im Laufe der Woche erhalten auch die Schülerinnen und Schüler aller Klassen eine spannende und kindgerechte Einführung ins Thema. In je zwei Schulstunden informiert Herr Beckmann mit Hilfe der Kinderbuchreihe „Die Drei aus Hirnschmalz“, die für Grundschulen von der Neuro- und Sportwissenschaftlerin Dr. Sabine Kubesch entwickelt wurde, unter anderem darüber, wie es den Kindern gelingen kann Aufmerksamkeit und Verhalten besser zu steuern.

Exekutive Funktionen

Als exekutive Funktionen bezeichnet man in der Gehirnforschung geistige Fähigkeiten, die das menschliche Denken und Handeln steuern. Wenn wir Kinder dazu ermahnen, „sich zu beruhigen“ oder „besser aufzupassen“, fordern wir Verhaltensweisen ein, die dem exekutiven System zugeordnet werden.

Die Fähigkeiten, sich zu beruhigen, seine Aufmerksamkeit zu steuern, Informationen zu speichern und mit den gespeicherten Informationen zu arbeiten, werden vom Stirnhirn gesteuert. Diese Steuerzentrale des Gehirns ist erst bei jungen Erwachsenen voll ausgebildet.

Exekutive Funktionen beeinflussen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter die Lernleistung und die sozial-emotionale Entwicklung. Gut ausgebildete exekutive Funktionen sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und den kontrollierten Umgang mit den eigenen Emotionen. Daher ist es wichtig, diese Gehirnfunktionen zu Hause und auch in Kindergärten und Schulen gezielt zu fördern.

Zu den exekutiven Funktionen zählen das Arbeitsgedächtnis, die Inhibition und die kognitive Flexibilität.

 

Das Arbeitsgedächtnis Erwachsener ist trotz seiner begrenzten Speicherkapazität von etwa 5 bis 7 Elementen wie Worte, Objekte und Ziffern über einen Zeitraum von nur wenigen Sekunden von großer Bedeutung. Es ermöglicht eine aktive Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Informationen, die für weitere Operationen benötigt werden. Ein gut funktionierendes Arbeitsgedächtnis ermöglicht es, sich an eigene Handlungspläne oder Instruktionen anderer Personen besser zu erinnern, wodurch Handlungsalternativen verstärkt berücksichtigt werden können.

Die Inhibition, d.h. die kontrollierte Verhaltenshemmung ist eine weitere wichtige exekutive Funktion, die flexibles Verhalten und eine bewusste Aufmerksamkeitslenkung ermöglicht. Durch die Fähigkeit, Verhalten zu hemmen, gelingt es, diejenigen Aktivitäten oder Handlungen zu vermeiden, die einem angestrebten Ziel oder dem aktuellen Kontext entgegenstehen. Mit einer guten Inhibition fällt die gezielte Aufmerksamkeitslenkung leichter und Störreize können besser ausgeblendet werden. Dadurch wird zielgerichtetes Handeln unterstützt.

Die kognitive Flexibilität ermöglicht es, sich auf neue Anforderungen schnell einstellen zu können. Sie beschreibt die Fähigkeit, Personen und Situationen aus anderen Perspektiven zu betrachten und zwischen den Perspektiven zu wechseln. Eine gut ausgebildete kognitive Flexibilität hilft, offen zu sein für die Argumente anderer, aus Fehlern zu lernen und sich auf neue Lebenssituationen und Arbeitsanforderungen schneller und besser einzustellen.

 

Quelle: znl-fex.de

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