Die Arbeit mit Arbeitsplänen ist eine Form des Lernens, bei der Kinder für einen festen Zeitraum einen Plan mit Aufgaben bekommen. Auf diesem Plan steht, was das Kind im Laufe der Woche lernen oder üben soll, zum Beispiel Lesen, Schreiben, Rechnen oder kleine Sachaufgaben. Die Aufgaben sind an das Alter der Kinder angepasst und oft in Pflichtaufgaben und freiwillige Zusatzaufgaben eingeteilt.
Das Kind arbeitet nicht alles gleichzeitig, sondern darf selbst entscheiden, wann es welche Aufgabe erledigt. Manche Kinder beginnen lieber mit etwas Leichtem, andere mit etwas Schwierigerem. So lernt das Kind, sein Lernen Schritt für Schritt selbst zu planen. Die Lehrkraft erklärt den Wochenplan am Anfang der Woche und ist während der Arbeit da, um zu helfen, zu erklären oder zusätzlich zu fördern.
In der Arbeitsplanarbeit arbeiten die Kinder meist ruhig und selbstständig, manchmal allein und manchmal mit einem Partner. Jedes Kind kann in seinem eigenen Tempo lernen. Wer schneller fertig ist, kann Zusatzaufgaben machen. Wer mehr Zeit braucht, darf sich diese nehmen. Das ist besonders hilfreich, weil Kinder schon ab dem ersten Schuljahr sehr unterschiedlich lernen.
Am Ende der Arbeitszeit wird gemeinsam geschaut, welche Aufgaben geschafft wurden. Fehler sind dabei erlaubt und wichtig, weil sie zum Lernen gehören. Die Arbeitsplanarbeit hilft den Kindern, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, selbstständiger zu werden und ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, was sie schon können und wobei sie noch Unterstützung brauchen.