Wolfssprache und Giraffensprache – worum geht es?
Das Training „von der Wolfssprache zur Giraffensprache“ ist ein Sozial- und Kommunikationstraining für Grundschulkinder. Es hilft Kindern zu lernen, wie Worte wirken und wie sie Konflikte ohne Beschimpfen, Drohen oder Verletzen lösen können.
Im Mittelpunkt steht der Unterschied zwischen zwei Arten zu sprechen:
? Wolfssprache – wenn Worte verletzen
Die Wolfssprache steht für eine Art zu sprechen, die andere angreift oder verletzt, zum Beispiel durch:
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Beschimpfen und Beleidigen
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Drohen oder Anschreien
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Schuldzuweisungen („Du bist immer …!“)
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Wolfsverhalten: drängeln, schubsen, hauen, schreien
Kinder lernen:
? Wolfssprache entsteht oft aus Wut, Ärger oder Hilflosigkeit, macht Konflikte aber größer.
? Giraffensprache – respektvoll und klar sprechen
Die Giraffensprache zeigt, wie man ehrlich und respektvoll sagen kann, was man braucht, ohne andere anzugreifen:
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Gefühle benennen („Ich bin wütend / traurig …“)
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Bedürfnisse ausdrücken („Ich möchte fair behandelt werden“)
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Bitten statt Forderungen formulieren
Kinder lernen:
? Mit Giraffensprache kann man für sich einstehen, ohne andere zu verletzen.
Warum gerade Wolf und Giraffe?
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Der Wolf hat in Märchen und Geschichten scharfe Zähne – so wie verletzende Worte „beißen“ können.
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Die Giraffe hat:
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das größte Herz aller Landtiere → steht für Mitgefühl
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einen langen Hals → sie kann den Überblick behalten und weiterdenken
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Die Tiere machen das Thema anschaulich und kindgerecht, ohne Kinder zu beschämen. Es geht nicht um „gut“ oder „böse“, sondern um lernbares Verhalten.
Ziel des Programms
Kinder sollen lernen:
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ihre Gefühle wahrzunehmen
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Konflikte sprachlich zu lösen
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Verantwortung für ihre Worte zu übernehmen
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respektvoll miteinander umzugehen
So stärkt das Training das Klassenklima und die soziale Kompetenz der Kinder.